Ein sterbender Parse wird von einem Hund wiederbelebt
Bernard Picart
1727
Die Albertina besitzt drei datierte und signierte Vorzeichnungen Picarts zu Illustrationen in dem 261 Tafeln umfassenden Stichwerk "Les Coutumes et Cérémonies religieuses de tous les peuples du Monde", das in mehreren Bänden ab ca. 1721 herausgegeben und erst 1742 abgeschlossen wurde. Den größten Anteil an heute bekannten Vorzeichnungen Picarts zu dieser Serie besitzt das Teylers Museum in Haarlem (siehe Duportal, in: Dimier 1928, pp. 386-387, Nr. 190-218). Interessanterweise kann nur eine der drei zusammengehörenden Zeichnungen im Versteigerungskatalog von Adam v. Bartsch (1794)nachgewiesen werden.
Zum Blatt: Mit 1727 datierte und offenbar ziemlich zeitgleich mit F. 1017/Inv. 11954 ausgeführte Vorzeichnung im Gegensinn zu Picarts Stich (HB CLXXII. 4. fol. 90. Nr. 1138 oben) mit Gebräuchen der Parsen, einem Zarathustra verehrenden Volk, das, ursprünglich aus Persien kommend, heute in und um Bombay lebt.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 211, Nr. 1018.
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