Der Erzengel Michael im Kampf mit dem Satan
Paolo Farinato
Puppi identifizierte die Darstellung als eine Vorstudie für das Altargemälde Farinatis in der Cappella Tedeschi in S. Maria in Organo in Verona (1596) (L. Rognini, S. Maria in Organa, Verona 1988, p. 38, 41 Abb.). Nach Rearick (Biblioteca di Disegni VI, Nr. 36) handelt es sich allerdings um den Entwurf für ein verlorenes Gemälde von 1583, auf dessen Komposition mehrere weitere Versionen fußen, wie etwa eine Werkstattreplik in S. Lorenzo in Verona oder das Fresko im Salon der Villa Nichesola (1586-1603) in Ponton bei Verona. Zwei verschollene Versionen waren in der Casa Turchi in Verona (G. B. Persico, Descrizione di Verona edella sua provincia, Verona 1820, p. 169) und noch 1954 in der Pfarrkirche von Prun (Biblioteca di Disegni VI, p. 61). Eine vergleichbare Zeichnung Farinatis in der Sammlung Schloss FachsenfeId der Staatsgalerie Stuttgart (lnv. Nr. III/773; A.K. Unbekannte Handzeichnungen alter Meister 15.-18. Jahrhundert. Sammlung Freiherr Koenig-Fachsenfeld (bearb. v. W. R. Deutsch, G. Ewald, H. Geissler, G. Thiem, Chr. Thiem), Stuttgart (Staatsgalerie) 1967, Nr. 78) variiert die Komposition, die auch Blätter in der National Gallery in Edinburgh (lnv. Nr. RSA 155; Andrews 1968, p. 48, Fig. 345) und im Statens Museum in Kopenhagen (Inv. 16/3) beeinflusst hat. Die von Rearick erwähnte kleine Werkstattvariante in der National Gallery in London ist nach freundlicher Mitteilung von N. Penny nicht nachweisbar.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, II, Wien/Köln/Weimar 1994, S. 842, Nr. 1586.
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