Die heilige Familie in einer Landschaft
Girolamo Romanino
In der jüngsten zusammenfassenden Darstellung der wechselvollen Zuschreibungsgeschichte sprach sich Konrad Oberhuber wieder für Tizian aus und wies darauf hin, diese Ansicht gegenwärtig mit H. Goldfarb und A. Ballarin zu teilen. Die Zuschreibung an Tizian stützt sich vor allem auf die Verwandtschaft mit einer Studie gleichen Sujets in Windsor (Inv. Nr. 12803; Popham/Wilde 1949, Nr. 343, Taf. 162; A.K. Paris 1993, Nr. 88) und mit einem Gemälde im North Carolina Museum of Art in Raleigh, das von Suida dem jungen Tizian zugeschrieben worden war (w. Suida, Spigolature giorgionesche, in: Arte Veneta VII, 1954, p. 155, Fig. 164-166; Goldfarb 1984, Fig. 46). Eine Zuschreibung an Romanino, für die sich mehrere Autoren ausgesprochen haben, bestärkt der Vergleich der Körperauffassung in Gemälden Romaninos, wie etwa der "Madonna mit dem Kind und Stiftern" in der Pinacoteca Nazionale in Siena (A.K. Paris 1993, Nr. 71).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, II, Wien/Köln/Weimar 1994, S. 875, Nr. 1649.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/24250/die-heilige-familie-in-einer-landschaftImage Request