Haus
Eduard Angeli
2005
Seit über 50 Jahren arbeitet Eduard Angeli konsequent an einem einzigen Thema: dem Mythos des stillen Raums. Die Melancholie als Grundstimmung begleitet seine dunkel-düsteren Bilder, die ab den späten 1990er-Jahren entstehen. In großformatigen Kohlezeichnungen setzt sich der Künstler motivisch immer wieder mit der Lagunenstadt Venedig auseinander. Es sind keine geschwätzigen Genrebilder, nicht die vielfach fotografierten Ansichten. Sie zeigen unbestimmbare Gegenden der Stadt, regungslos und menschenleer, in einer Einsamkeit und Stille, die zugleich beruhigend und bedrohlich ist. Angelis Kompositionen isolieren das Hauptmotiv. Sie sehen von allen narrativen Details ab, bis in diesen Szenerien absolut nichts mehr geschieht und alle Dinge in völliger Starre verharren. Dabei rückt der Künstler nahe an die breit hingelagerten Objekte heran. Für uns als Betrachter bleiben sie dennoch unerreichbar. Die düstere Schwärze der Kohle versiegelt zusätzlich die an sich schon hermetisch verriegelten Gebäude.
Rahmenaußenmaß: 163 x 112 x 4,5 cm
