Götterversammlung
Giovanni Lanfranco
vor 1624/25
Früher Entwurf zu dem Deckengemälde Lanfrancos im Casino der Villa Borghese in Rom (P. della Pergola, Villa Borghese, Rom 1962, Taf. 190; Bernini 1985, p. 246, Fig. 79, 80), das für Kardinal Scipione Borghese 1624/1625 ausgeführt wurde. Zur Entstehungsgeschichte vgl. Schleier 1983, p. 107, Nr. XXI. Das Fresko wurde 1779/80 von Domenico Corvi restauriert und zeigt heute weitestgehend keine originale Oberfläche mehr. Die Vorzeichnung der Albertina weist eine teilweise unterschiedliche Komposition auf, verglichen mit Lanfrancos Ausführung, die durch den Stich P. Aquilas vermittelt wird. Erich Schleier fasste die erhaltenen Studien für dieses berühmte Fresko Lanfrancos zusammen, das die Götterversammlung im Olymp darstellt und in der Wahl des Sujets eine Ausnahme in Lanfrancos Schaffen bildet. Ein zweiseitiges Skizzenblatt befindet sich im Museo di Capodimonte in Neapel (lnv. Nr. 315 G.D.S., 213 Mosca (verso); 316 G.D.S., 214 Mosca (recto); Schleier 1983, Nr. XXla, b), Studien für einzelne Figuren im Teyler Museum in Haarlem (lnv. Nr. K18; Bean/Vitzthum 1961, p. 108, Taf. 6; A.K. London 1970, Nr. 91) und in der Academia de San Fernando in Madrid (lnv. Nr. 1774; Perez Sánchez 1972, p. 54, Fig. 1, 2). Diesen fügte Schleier eine bis dahin unpublizierte Studie im Martin v. Wagner-Museum in Würzburg (lnv. Nr. Hz 8629; Schleier (Antichità viva) 1983, Fig. 10; Schleier 1983, p. 112-113, Kommentar zu Nr. XXI) hinzu.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, III, Wien/Köln/Weimar 1995, S. 1569, Nr. 2818.
