Bildnis des Correggio. Er steht in Halbfigur an einem Pulte nach links und zeichnet
Filippo Minei
Der nur wenig bekannte römische Sammler Nicola Pio ließ, wohl zwischen 1716 und 1724, sein Manuskript „Vite di pittori, scultori et architetti ..(Biblioteca Apostolica Vaticana, Codice Capponiano 257; hrsg. von C. und R. Enggass, Rom 1977) mit 225 Porträts verschiedenster Künstler ausstatten. Für das Bildnis des Correggio gibt Nicola Pio den Namen des Zeichners Filippo Minei an. A. M. Clark stellte eine Verbindung zur vorliegenden Zeichnung her, die auf Dürers Kupferstich mit dem Bildnis des Erasmus von Rotterdam (B.VII, p. 114, Nr. 107; TIB 10, p. 94) anspielt. Der Großteil der Bildnisse befindet sich heute im Nationalmuseum in Stockholm und im Gabinetto Nazionale per la Grafica in Rom, einzelne Blätter, wie das Porträt Salvator Rosas, das traditionell ebenfalls Maratta zugeschrieben war und von Clark als Filippo Germisoni identifiziert wurde (Clark 1967, Nr. 194), in der National Gallery in Edinburgh (Inv. Nr. D 1671; Andrews 1968, p. 55) oder das Selbstporträt Benedetto Lutis im Louvre (Inv. Nr. 1268; Clark 1967, Nr. 25; A.K. Paris 1990/91, Nr. 100). Die Hinweise verdanken wir Iris Lauterbach.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2188, Nr. 17664.
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