Anonym, Allegorie der Knechtschaft. Der sogenannte 'junge Gefangene', Inv. Nr.: 24020
Allegorie der Knechtschaft. Der sogenannte 'junge Gefangene'
Anonym, Allegorie der Knechtschaft. Der sogenannte 'junge Gefangene', Inv. Nr.: 24020
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Allegorie der Knechtschaft. Der sogenannte 'junge Gefangene'

Anonym




Künstler:in
Nach (ungesichert) (Isola di Cartura 1431 - 1506 Mantua)
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder; Rötel; Übertragungspunktierung
Dimensions18,9 x 13 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number24020
Inscribedin einer Federschrift vom Beginn des 16. Jahrhunderts wie Inv. 2583 (?, die Hand Andrea Mantegnas ?) 'sic mea vota'.
Markingsl.o. Grassi.
Text

Die Provenienz William Young Ottley bei Tietze-Conrat, auf der Erwähnung bei Nagler „Das Originalblatt mit dem Sklaven erwarb Ottley aus dem Cabinet Sykes" basierend, trifft kaum auf das Wiener Blatt zu. Weder A. E. Popham und Ph. Pouncey für das Londoner Blatt, wie Nagler vermutet, noch Laclotte für die Zeichnung in Rennes erwähnen Ottley als Provenienz. Drei Zeichnungen dieses unterschiedlich interpretierten Sujets sind bekannt. Neben der vorliegenden Zeichnung, der später ein Teil einer Landschaft und die Schrift hinzugefügt wurden, befindet sich eine Version im Musée de Rennes (A.K. Paris 1956, Nr. 147, Taf. LX), eine weitere im British Museum (Inv. Nr. 1895-9-15-776; Popham/Pouncey 1950, Nr. 168). Alle drei Fassungen dürften auf ein nicht bestimmbares Vorbild Mantegnas zurückgehen, auf das sich auch die gestochenen Fassungen beziehen: (1) ein Unikat, das nach M. Zucker dem Altobello da Melone nahesteht (2) ein zur vorliegenden Zeichnung seitengleicher Kupferstich von Adamo Scultori, Sohn des Giovanni Battista Mantovano (Ghisi). Jacobsen verweist auf die Versuche, die Darstellung befriedigend zu deuten (Jacobsen 1976, p. 141), als ein Amalgam von Geduld und Gehorsam, und vermutet eine Aussage, die allgemein verständlich war, daher nicht näher erklärt zu werden brauchte. Vgl. auch Zucker in TIB 25, p. 130. Zur hinzugefügten Landschaft vgl. die Zeichnung „Der heilige Hieronymus in einer Landschaft" im Metropolitan Museum in New York (Lehman Collection, Inv. 1975.1.275; A. Forlani Tempesti, The Robert Lehman Collection. V: Italian Fifteenth- to Seventeenth-Century Drawings, New York/Princeton 1991, Nr. 19), die Andrea De Marchi dem Giovanni Antonio Sodoma zuschreibt. Vgl. auch Inv. 24025, von De Marchi ebenfalls Sodoma zugeschrieben.

zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2307, Nr. 24020.

Catalogue raisonné
  • Stix 1926, 23
  • Birke/Kertész IV
  • Bibliography
  • gest. von einem Nachfolger Mantegnas (TIB 25, p. 128, .028 (mit Lit.) (unikales Exemplar in der Sammlung Rothschild in Paris) und, seitengleich zur vorliegenden Zeichnung, von A. Ghisi (Scultori) (B.XV, p. 428, Nr. 103
  • TIB 31, p. 219) (Albertina It. I 18, vol.III, p. 20, Nr. 182)
  • G. K. Nagler, Monogrammisten, 5 Bde., München 1858-1879, I, p. 381, Nr. 882(3) und p. 525, Nr. 1224
  • Passavant, Peintre Graveur V, p. 148-149, Nr. 3 - Stix 1925, p. 8, Taf. 13
  • Popham/Pouncey 1950, p. 104, Kommentar zu Nr. 168
  • E. Tietze-Conrat, Mantegna. Paintings, drawings, engravings, London 1955, p. 208, ohne Abb.
  • A.K. De Giotto à Bellini. Les primitifs italiens dans les musées de France (bearb. v. M. Laclotte), Paris (Orangerie des Tuilleries) 1956, p. 104, Kommentar zu Nr. 147
  • M. E. Jacobsen, The Engravings of Mantegna (Diss.), New York (Columbia University) 1976, p. 137, Anm. 275
  • TIB 25, p. 128, Kommentar zu .028, a), Anm. 3
  • Birke 1991, p. 31, Abb. 24.
  • Provenance
  • Conte Ludovico Moscardo
  • Collezione Miniscalchi
  • Conte Mario Miniscalchi-Erizzo
  • Luigi Grassi
  • erworben 1923 von Frits Lugt.

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    Last edited26.04.2016