Die Terrasse im Park von Arcueil
Jean-Baptiste Oudry
Um 1745
Die verträumt und elegisch anmutende Darstellung gehört zu Oudrys Ansichten von Arcueil. Außer ihm besuchten und zeichneten in den 1740er-Jahren unter anderem auch Boucher, Pierre, Natoire und Portail den damals bereits verlassenen Park dieses Anwesens des Prinzen de Guise. 1752 wurde der Besitz versteigert und in den folgenden Jahren nach und nach zerstört, sodass die Zeichnungen die einzigen Zeugnisse dieses Geländes sind.
Von Desguine (1950, p. 8), Benesch (1981, Nr. 216), Knab (Cahieranmerkung) und zuletzt Opperman (Paris 1982/83, Abb. 129/138e) als Zeichnung der Terrasse des im Besitz der Herzoge von Guise befindlichen und seit 1752 zerstörten Parks von Arcueil identifiziert. Von den vermutlich über hundert zwischen 1744 und 1747 in Arceuil gezeichneten Blättern Oudrys kann man heute, mangels Kenntnis des ursprünglichen Aussehens des Parks, nur ca. 30 Blätter in öffentlichen Sammlungen in Paris (Ecole des Beaux-Arts und Louvre), im Metropolitan Museum in New York, in Zürich, London (Courtauld Institute), Cambridge (Fitzwilliam Museum), Sceaux (Musée de l'lle-de-France), Schwerin (Staatliches Museum Schwerin) etc. (siehe Paris 1982/83, p. 129), darunter auch zwei Zeichnungen in der Albertina (siehe auch F. 1094/Inv. 12021) mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Park von Arceuil in Verbindung bringen.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 235, Nr. 1093.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/27987/die-terrasse-im-park-von-arcueilImage Request