Bacchantenfest vor einer Bacchusstele
François Roettiers d.Ä.
um 1720
Die traditionelle Zuschreibung dieser Zeichnung wird nicht zuletzt durch technisch, stilistisch und motivisch vergleichbare Blätter in der Ecole des Beaux-Arts in Paris (Inv.Nr. PM 2644) und im Metropolitan Museum in New York (Inv.Nr. 1983.147; siehe Bean, Turčić 1986, p. 240, Nr. 272) bestätigt, deren Eigenhändigkeit des am kaiserlichen Hof in Wien wirkenden François Roettiers unzweifelhaft feststeht (siehe Roland Michel, in: Paris 1987, p. 182, Nr. 71). Das heute noch wenig erforschte zeichnerische Œuvre Roettiers läßt keine gesicherte Datierung der Albertina-Zeichnung, die keinerlei Bezeichnung oder Signatur trägt, zu. Thematisch zeigt sich Roettiers von seinem Lehrer Gillot (1673-1722) inspiriert. Doch während die Zeichnung in der Ecole des Beaux-Arts in Paris durch ihre Signatur auf Roettiers' vom Kaiser verliehenen Adelsstand hinweist und daher nach 1720 entstanden sein muß, wird aufgrund des Fehlens dieses Hinweises auf der New Yorker Zeichnung für dieses Blatt auf ein früheres Entstehungsdatum geschlossen (Roland Michel, in Paris 1987, Nr. 71).
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 233, Nr. 1089.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/28001/bacchantenfest-vor-einer-bacchussteleImage Request