Brief von Egon Schiele an Heinrich Benesch 10. Juli 1913
Egon Schiele
10. Juli 1913
Allgemein (Kuvert): 9,3 x 11,8 cm
[Kuvert Vorderseite:] Absender: Egon | Schiele z.z. Villach | Hôtel gold. Lamm. (https://www.goldeneslamm.at/geschichte/§)
[Kuvert Rückseite:] Herrn Heinrich | Benesch | Wien X. Ghegaplatz 4. | Tür. 26.
[Text:] Mittwoch 1913. | Lieber Herr Benesch! München | stand dafür, ich sah Vieles, wo- | von ich nichts ahnte, besonders | das Nationalmuseum. | Dies kostete Viel und ich bin | wie ich Ihnen schon schrieb in: | Villach F. Fischer´s Hôtel goldenes | Lamm und bitte Sie natürlich zu | meiner Beruhigung mir 40 K | leihen zu wollen und diese sofort | an mich senden, daß ich diese in l. [längestens] | 2 Tagen habe. – Sie wissen | ich bekam nur Anzahlung von | Herrn Hauer; dies reichte bis | jetzt. Nun Herr Reiningh. || schrieb mir schon von Paris daß | er mit den Preis von 600 K | für Ihr Porträt einverstanden | ist; diesen Brief von ihm bekam | ich knapp bevor ich von Krumau | wegfuhr. So daß die Sendung | jedenfalls in Wien liegt, wohin | ich meine Post biesweilen diri- | gierte. – Jetzt auch schrieb ich | an Reininghaus. – Bitte Sie also, | denn sonst lebe ich immer in | Angst und sage Ihnen daß ich | Ihnen sofort dies und 50 K zum | Aufbewahren schicken werde. | Nächstens Besseres! | Herzlichste Grüße | Egon Schiele.
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