Landgut bei Fryburg
Paul Klee
1915, 236
Auch für Paul Klee waren die Kunst und die Theorien des Franzosen Robert Delaunay wegweisend: Die Loslösung vom Naturvorbild, die Autonomie der Farbe und das rhythmische Spiel mit Komplementär- und Simultanfarben fesselten Klee ungemein. Auf der später berühmt gewordenen Reise nach Tunesien im April 1914 gemeinsam mit den Malerkollegen August Macke und Louis Moilliet experimentierte er mit abstrakten Kompositionen und kräftigen Farben. In diesem ein Jahr später entstandenen Aquarell wirkt die geometrische Flächengliederung der Tunis-Aquarelle weiter. Die angedeutete Architektur inmitten von Feldern ist ganz aus bunten Farbflächen aufgebaut, deren Begrenzungen sich durch den Farbverlauf auflösen und die Klees neu erworbene Sicherheit im Umgang mit der Farbe zeigen.
Passepartoutausschnitt: 21 × 22,3 cm
Andere (Montierung): 25 × 32,5 cm (9 13/16 × 12 13/16 in.)
Rahmenaußenmaß: 44 × 44 × 3,5 cm
