Am Donaukanal
Egon Schiele
1907
Ebenso wie das Pastell aus Krumau aus dem Jahr 1907 (DL533) ist die Schilderung des Donaukanalufers aus demselben Jahr in hellen, erdigen Farbtönen gehalten. Rudolf Leopold stellte fest, dass das Bild an allen vier Seiten beschnitten ist und so möglicherweise Signatur und Datierung verloren gegangen sind (R. Leopold, Egon Schiele Landschaften, 2004, S. 24).
Der Standpunkt Schieles liegt offenbar auf Flussniveau, was eine Aufsicht zu den Häusern, die entlang des Donaukanals stehen, zur Folge hat. Die genauere architektonische Einteilung der Fassaden gibt Schiele dadurch wieder, dass er mit einem Bleistift in die noch weiche Farbe hineinarbeitet.
Anna Hanreich, in: Museo Guggenheim Bilbao (Hg.), Egon Schiele. Obras del Albertina Museum, Viena, (Kat. Ausst., Museo Guggenheim Bilbao, Bilbao 2012/2013), Bilbao 2012, S. 28 (in spanischer Sprache).
