Black on black nr. 8
Ad Reinhardt
1953
Die Werke und theoretischen Abhandlungen des amerikanischen Künstlers Ad Reinhardt hatten starken Einfluss auf den Minimalismus und die Konzeptkunst der 1960er- und 1970er-Jahre. Seine letzten Schaffensjahre dominiert die Serie der „Black Paintings“: Schwarz ist in kaum wahrnehmbaren feinsten Abstufungen der Tonalität Schicht für Schicht auf die Leinwand aufgetragen. Seine Struktur und Materialität erschließen sich nur dem geduldigen und aufmerksamen Betrachter. Reinhardts Suche nach einer reinen Malerei, nach dem Vollkommenen in der Kunst wird die Abbildungsfunktion des Bildes genauso geopfert wie Inhalt, Stil oder Komposition. Durch die Verwendung von Schwarz wird ein Nullpunkt aller Farbigkeit zelebriert, durch die absolute Reduktion ein Endpunkt erreicht: „Die eine ewige, ständige Revolution in der Kunst,“ schreibt Reinhardt, „ist immer eine Verneinung des Gebrauchs der Kunst zu einem anderen als ihrem eigenen Zwecke. Jeder Fortschritt und jede Veränderung in der Kunst ist auf das eine Ziel der Kunst gerichtet: Kunst als Kunst.“
The American artist Ad Reinhardt’s works and theoretical papers were of great influence on Minimalism and the conceptual art of the 1960s and 1970s. His last productive years were dominated by the “Black Paintings” series. Black paint has been applied to the canvas layer by layer in hardly discernible subtle shades. Its structure and materiality only disclose themselves to the patient and attentive viewer. The representational function of the picture as well as content, style, and composition have fallen victim to the artist’s search for pure painting, for perfection. The use of black paint celebrates a zero point of all colour; the absolute reduction has come to an end: “The one, eternal, permanent revolution in art is always a negation of the use of art for some purpose other than its own,” Reinhardt said. “All progress and change in art is toward the one end of art as art-as-art.”
Rahmenaußenmaß: 206 × 155 × 6,5 cm
