Figurenstudien
Francesco la Marra
Die vorliegende Gruppe unterschiedlicher Zeichnungen (Inv. 34177 bis Inv. 34224) wurde unter dem Namen Luca Giordanos erworben und von Walter Vitzthum versuchsweise dem wenig bekannten Solimena-Schüler Francesco Lamarra (La Marra) zugeschrieben. Obgleich auch in anderen Sammlungen Zeichnungen von derselben Hand verwahrt werden, bleibt die Kenntnis der Künstlerpersönlichkeit so lückenhaft, dass die Zuschreibung dieser Gruppe an Lamarra als unsicher gilt (M. Causa Picone, Disegni della Società Napoletana di Storia Patria, Neapel 1974, p. 137). Eine Laboruntersuchung 1996 ergab, dass es sich um Zeichnungen in Tinte mit unterschiedlichem Kupferanteil über Kohlevorzeichnungen handelt. Die Papiere tragen vereinzelt (Inv. 34180, 34182, 34184, 34187, 34193, 34194, 34196, 34197, 34201) unidentifizierbare Wasserzeichen, die nur bruchstückhaft wahrnehmbar sind. Die Behandlung einzelner Sujets deutet ferner darauf hin, dass der Zeichner durchaus ikonographisch gebildet war, obwohl er die Darstellungen mitunter so weit abänderte, dass ihre Lesbarkeit erschwert ist. Mehrere Blätter sind von gleicher Hand in Feder mit „g" und einer Nummer versehen, wobei die Nummern mehrfach wiederholt sind (zweimal „2", siebenmal „3", einmal „4", fünfmal „5", zweimal „6", zweimal „7", zweimal „8", einmal „9", sechsmal „15", einmal „20"). Eine Deutung dieser Nummern steht aus.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2539, Nr. 34180.
