Flusslandschaft
Jean Pillement
1763
Die stimmungsvollen Darstellungen arkadischer Fluss- und Felslandschaften des aus Lyon stammenden Jean Pillement zeigen ein idealisiertes Bild des menschlichen Lebens in der Natur. Aufbauend auf der Tradition der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts wird der Anspruch auf Realitätstreue der Erzeugung eines harmonisch balancierten Gesamteindrucks untergeordnet. Farbiges Papier und die Bereicherung der Linienzeichnung durch Pastell und Aquarell zeugen von einer neuen Entwicklung in Richtung einer reicheren Farbigkeit. Pillements lange und fruchtbare Karriere führte ihn 1763 auch nach Wien, wo er im Dienst des habsburgischen Kaiserhofs mehrere Ausstattungsprojekte leitete und Marie Christine, die Gemahlin des Gründers der Albertina, im Zeichnen unterrichtete.
