Landschaft mit Wassermühle
Jules Louis Frédéric Villeneuve
1829
Die bildhaft konzipierte Zeichnung einer "Landschaft mit Wassermühle" besticht durch den mit einem Minimum an materiellem Aufwand erzielten malerischen Eindruck. Auf effektvolle Weise werden mit Hilfe eines kleinteiligen dynamischen Strichsystems, des weißen Papiers und unterschiedlich dichten Braunlavierungen Gräser und Blattwerk sowie strahlende Licht- und tiefe Schattenwirkung zum Ausdruck gebracht. Das Blatt, das mit "Villeneuve 1829" signiert und datiert ist, wurde bisher ohne Angabe von Gründen im Inventar als #Paul Glon Vielleneuve geführt, von dem nichts Vergleichbares gefunden werden konnte. Diese Darstellung lässt sich, m.E., eher mit Jules Louis Frédéric Villeneuve in Verbindung bringen, zumal in dessen Œuvre häufig auffallend ähnliche Hausformen, auch mit Holzrinne vorkommen (siehe z.B. den Band mit Lithografien nach J.L.F. Villeneuve "Croquis d´après nature", Nr. 19). Seine besondere Vorliebe galt Schweizer und italienischen Landschaftsmotiven, die zum Teil als Lithografien-Folge verlegt wurden, darunter z.B. 1829 "Voyage en Italie".
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 718, Nr. 334.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/33828/landschaft-mit-wassermuhleImage Request