Studie eines stehenden und eines sitzenden Mannes
Eugène Delacroix
um 1852 (?)
Die beiden Studien zeigen mit wenigen Pinselstrichen knapp umrissen, einen sitzenden, sowie einen stehenden, seitlich nach links gewendeten Mann mit ausgestrecktem linken Arm, der durch die lavierten Partien von Gehrock, Haare und Halsbinde stärker malerisch aufgefasst ist. Meisterhaft ist die Sitzfigur mit in den Hosentaschen vergrabenen Händen mit der Pinselspitze zu Papier gebracht. Kräftige, trockene Pinselstriche suggerieren Körpervolumen und Schatten.
Um wen es sich bei den Dargestellten handelt, ließ sich nicht eruieren, ebenso wie der Zeitpunkt der Entstehung. Ein möglicher Anhaltspunkt könnte durch die Skizzen der Rückseite (Inv. 24089v) gegeben sein, die vermutlich zu den frühen Ideen für das 1852 datierte Gemälde "Der gute Samariter" gehören.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 236, Nr. 101.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/33838/studie-eines-stehenden-und-eines-sitzenden-mannesImage Request