Stehender Araber aus Laghouat
Eugène Fromentin
1853
Eugène Fromentin zählt sowohl als Maler wie auch als Schriftsteller zu den bedeutendsten Vertretern der französischen Orientströmung des Second Empire. Beeinflusst von den exotischen Sujets #Alexandre-Gabriel Decamps´ und den Ägyptendarstellungen von #Prosper Marilhat, beginnt er sich schon früh für diesen Themenkreis zu begeistern, bevor er 1846 zum ersten Mal nach Algerien reist. 1849 folgt eine zweite Nordafrika-Reise. 1852-1853 (November-Oktober) hält er sich erneut in Algerien auf. Wüstenlandschaften, Jagdszenen und Schilderungen aus dem Leben der Beduinen beherrschen sowohl sein malerisches als auch sein literarisches Œuvre. Diesen Reisen verdankt er nicht nur den Stoff für seine 1857 und 1859 erschienen Bücher "Un été dans le Sahara" und "Une année dans le Sahel", sondern auch einen reichen Vorrat an Naturstudien, auf die er später nach Belieben zurückgreifen konnte.
Dazu gehört auch die Kreidezeichnung der Albertina, die im Sommer (Juni oder Juli) 1853 in Laghouat in Algerien entstand, wo sich Fromentin mehrere Monate aufgehalten hat. Fromentin dürfte offensichtlich daran gedacht haben, sie als Vorlage, vermutlich für ein Gemälde, wiederzuverwenden, wofür vor allem das mit Feder über die Zeichnung gelegte Rasternetz spricht.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 352, Nr. 157.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/33866/stehender-araber-aus-laghouatImage Request