Vier weibliche Aktstudien
Suzanne Valadon
1895-1935
Die Zeichnung zeigt verschiedene Studien eines weiblichen Aktes bei der Toilette, ein Thema, das Valadon unermüdlich beschäftigt hat (siehe Inv. 22970). Mit wenigen, prägnanten Linien hält Valadon ihr Modell einmal sitzend, sich die Haare hochsteckend, dann nach unten gebeugt sich die Füße trocknend fest. Mit zarten Strichen fügt sie noch zwei synchron hintereinander angeordnete Skizzen eines stehenden Rückenaktes hinzu, bei dem Kopf- und Schulterpartie fehlen. Die gebückte, sich die Füße säubernde Figur kommt in Valadons Œuvre in dem Zeitabschnitt von 1895 bis 1935 wiederholt vor (z.B. Pétridès 1971, D 185, D 269, E 8, E 9, E 20), am häufigsten in den verschiedenen Ölfassungen zu "La joie de vivre" um 1911 (Pétridès 1971, P 26-29).
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 708, Nr. 329.
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