Pferdebändiger und sitzende, weibliche Figur
Auguste Rodin
um 1880 (?)
Die Skizze eines Mannes, der ein sich aufbäumendes Pferd zügelt, dürfte ebenfalls um 1880 entstanden sein, nicht nur im Hinblick auf die stilistische Ähnlichkeit und Datierung der Vorderseite (Inv. 25657r), sondern auch, weil sich gerade in diesem Zeitraum auffallend häufig Darstellungen von Pferden unter Rodins Studien finden (z.B. Judrin I, D.385, 394, 398, 405, 414, 416, 420, 438, 450, 451). Motivisch besonders nahe verwandt ist die kleine malerische Skizze eines Pferdebändigers im Musée Rodin (D.450).
Die reliefartige, flächige Profildarstellung von Mann und Pferd sowie das Fehlen von Raum, legen die Vermutung nahe, dass die Albertina-Zeichnung eine antike Vorlage kopiert, etwa eine Schlachtendarstellung, z.B. ähnlich dem Parthenonfries.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 636, Nr. 293.
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