Portrait des Marc-Pierre de Voyer de Paulmy, Comte d'Argenson
Anonym
Dieses Blatt ist zweifelsfrei eine Nachzeichnung und bereitete vermutlich einen Porträtstich vor. Rigaud hat Marc-Pierre de Voyer de Paulmy mehrere Male gemalt, u.a. hielt er sein Porträt in einer heute im Musée Atger in Montpellier aufbewahrten Zeichnung (siehe Meaux 2000, p. 71, Nr. 62) fest. Im Musée National du Château de Versailles befindet sich eine um 1735 ausgeführte Werkstattarbeit Rigauds dieser Persönlichkeit (siehe Meaux 2000, Abb. p.58). Marc-Pierre de Voyer de Paulmy (1696-1764) war von 1720-24 Generalleutnant der Polizei, stand dann im Dienst der Herzöge Philippe und Louis d'Orléans; ab 1743 Minister im Secrétariat d'Etat de la Guerre. Als solcher reformierte er das Heereswesen und gründete 1751 eine Militärschule. Unter seiner Amtszeit fanden die Feldzüge in Flandern statt, besiegten die Franzosen die kaiserlichen Truppen bei Fontenay und erzielte die französische Krone den für sie vorteilhaften Friedensschluß in Aachen (1748). Bei Madame de Pompadour in Ungnade gefallen, zog er sich schließlich auf sein Schloß in Vienne zurück.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 198, Nr. 986.
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