Porträt des Kardinals Jules Mazarin
Wallerand Vaillant
1660
Das ursprünglich im Cahier mit einem Porträt Richelieus identifizierte Blatt wurde von Meder (siehe Schönbrunner, Meder 386) als eine Darstellung Kardinal Mazarins (eigentlich: Giulio Raimondo Mazarino) erkannt und von Wurzbach (1910, p.735) bestätigt. Die Datierung der Zeichnung mit 1660 geht mit Vaillants Aufenthalt in Paris 1659-1663 einher; somit erfolgte ihre Ausführung ein Jahr vor dem Tod Kardinal Mazarins, der ab 1640 als Mitarbeiter Richelieus nach dessen Tod in den Kronrat nachgerückt war und ab 1643 leitender Minister wurde. In dieser Position war er der einflußreichste und mächtigste Staatsmann Frankreichs, der die politische Erziehung des noch minderjährigen Königs Ludwig XIV. wesentlich prägte.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 63, Nr. 492.
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