Gelber Hornmohn
Moritz Michael Daffinger
um 1840
Moritz Michael Daffinger setzte in seiner letzten Schaffensphase einen neuen Schwerpunkt. 1841 starb seine 15-jährige Tochter Mathilde infolge einer Typhuserkrankung. Daffinger zog sich aus der Gesellschaft zurück, und sein Hauptinteresse galt fortan der Blumenmalerei. Er reiste in die Umgebung von Wien und oft auch weiter, um heimische Pflanzen vor Ort mit botanischem Wissen und künstlerischer Kraft im Aquarell festzuhalten. Daffinger hat damit die Gattung der Blumenmalerei zu einem Höhepunkt geführt. Dass er, wie häufig zu lesen ist, nach Mathildes Tod nur noch Hunderte von Blumenaquarellen schuf, ist inzwischen widerlegt. Er lieferte in den sechs Jahren nach dem Tod seiner Tochter allein für die Porträtsammlung der Fürstin Metternich 30 Aquarellminiaturen.
