Auf dem Weg zur Feldarbeit
Peter Fendi
Um 1840
Rahmenaußenmaß 36,8 × 35 × 3,4 cm
Peter Fendis Aquarelle faszinieren durch die außerordentlich leichte Behandlung des Themas mit wenigen Strichen und Farbtupfern.
Es ist tatsächlich nur eine momentane Szene, die vorübergehende Impression eines Vaters, der sich mit seinen vier Kindern auf dem Weg zur Feldbestellung befindet. Das Jüngste hält er auf dem Rücken, die drei anderen begleiten ihn, indem sie ihm den Spaten, den Vesperkorb und die Wasserflasche tragen. Die Buben und der Vater gehen barfüßig, unter dem Hosenboden des Kindes mit dem Vesperkorb sitzt ein dicker Flicken. Es sieht außerdem so aus, als trüge der tapfere Bauernknecht eine alte, etwas verbeulte Uniformkappe, einen so genannten Tschako. Offenbar hat er zwischendurch auch als Soldat gedient. Man erkennt eine arme Familie, die aber unverdrossen arbeitet und einen sicheren Zusammenhalt pflegt. Diese Tugenden werden noch einmal eigens reflektiert durch die Figur des zurückschauenden Jungen mit der großen Schaufel auf der Schulter. Er denkt wahrscheinlich an zu Hause und an die Mutter, die hier fehlt. Damit schließt er die Komposition auf signifikante Weise ab. Die Idylle dieses kleinbürgerlichen Lebens wird durch die Kinder verkörpert.
Maren Gröning, in: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Die großen Meister der Albertina (Kat. Best. Albertina, Wien 2008), Petersberg 2008, Nr. 171.
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