Landschaft mit Jagd des heiligen Eustachius
Monogrammist F.H.
um 1530
Inmitten einer dichten Waldlandschaft finden sich bei genauem Hinsehen überall Zeugnisse der allmählich vom Wildwuchs Besitz ergreifenden Zivilisation: eine Bergfeste, im Dickicht verborgene Hütten oder eine in den Fels gehauene Treppe, die vom linken Ufer eines Sees auf ein Felsplateau führt. Rechts tränken am Fuß eines Baumes zwei Reiter ihre Pferde und Hunde, während weiter rechts ein Wanderer an einem Wegkreuz betet. Der heilige Eustachius ist links unter einer Lärche vom Pferd abgestiegen und betend in die Knie gegangen. Seine Verehrung gilt dem Hirschen, der ihm gegenüber oberhalb einer kahlen Felswand rastet und gemäß der Legende in seinem Geweih ein Kruzifix trägt. Der Zeichner, der sich hinter dem Monogramm FH versteckt, zeigt sich bestens vertraut mit Werken von Albrecht Dürer und Albrecht Altdorfer, aus denen er seine Schilderung der Natur entwickelt.
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