Thronende Maria mit dem Kind, musizierenden Engeln, den hll. Hieronymus und Antonius sowie Seba…
Thronende Maria mit dem Kind, musizierenden Engeln, den hll. Hieronymus und Antonius sowie Sebastian und Rochus (Entwurf für einen Flügelaltar)
Thronende Maria mit dem Kind, musizierenden Engeln, den hll. Hieronymus und Antonius sowie Sebastian und Rochus (Entwurf für einen Flügelaltar), Inv. Nr.: 3121
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Thronende Maria mit dem Kind, musizierenden Engeln, den hll. Hieronymus und Antonius sowie Sebastian und Rochus (Entwurf für einen Flügelaltar)

Albrecht Dürer

1511




Um 1511 waren Dürers Planungen für das Tucher-Epitaph, das Gedächtnisbild für Lorenz Tucher, Propst an St. Sebald in Nürnberg und Domherr zu St. Peter in Regensburg, in Gang gekommen. Die zwei Entwürfe sind wahrscheinlich der frühen Planungsphase zuzuordnen. Schließlich wurde die Tafel als Triptychon mit einer Sacra conversazione realisiert. Die beiden Blätter repräsentieren aber auf das Beste Dürers souveränen Umgang mit Feder und Pinsel. Mittels feiner Aquarellierung simulierte der Künstler auch die Wirkung des Kolorits. Die malerische Ausführung des bis heute in der Nürnberger Sebalduskirche präsentierten Epitaphs besorgte dann schließlich im Jahr 1513 Hans Süß von Kulmbach (um 1480– um 1522), allerdings auf der Grundlage eines finalen Entwurfs Dürers.



Around 1511, Dürer’s plans for the so-called Tucher-Epitaph, the memorial plaque for Lorenz Tucher, the provost at St. Sebaldus Church in Nuremberg and canon at St. Peter’s Cathedral in Regensburg, took firmer shape. The two drafts probably go back to an earlier planning phase. In the end, the panel was realized as a triptych depicting a sacra conversazione. The two sheets represent excellent examples of Dürer’s supreme pen and brush skills and his capacity to simulate the effect of color by means of subtle watercoloring. The painting of the epitaph now on display in Nuremberg’s St. Sebaldus Church was ultimately carried out in 1513 by Hans Süß von Kulmbach (ca. 1480–ca. 1522), albeit based on Dürer’s final draft.



Zugeschrieben an (Nürnberg 1471 - 1528 Nürnberg)
Alternative Zuschreibung (Kulmbach um 1480 - um 1522 Nürnberg)
Zuschreibung Inventar Herzog Albert (Nürnberg 1471 - 1528 Nürnberg)
Date1511
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Braun und Schwarz, Mittelbild aquarelliert
Dimensions20,4 x 40,5 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number3121
InscribedM.o. "1511" und Dürer-Monogramm "AD"
Markingsl.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
WatermarkOchsenkopf mit Schlangenstab (Briquet 15375-15379 [nachgewiesen 1492-1524]; Meder 81 [verwendet für frühe Drucke der Großen Passion]; Strauss S. 3276 [verwendet 1489, 1494-1504, 1523])
Catalogue raisonné
  • Tietze/Tietze-Conrat 1933, 181
  • Winkler II, Taf. XXIX
  • Strauss III.App.2
  • Bibliography
  • Friedrich Winkler, Verkannte und unbeachtete Zeichnungen des Hans von Kulmbach, in: Jahrbuch der preußischen Kunstsammlungen, 50, 1929, S. 11-44, hier S. 26-30, mit Abb. 14, 14a, S. 44
  • Friedrich Winkler, Die Zeichnungen Hans Süß von Kulmbachs und Hans Leonhard Schäufeleins, Berlin 1942, S. 80-83, Nr. 84
  • AK Meister um Albrecht Dürer, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Nürnberg 1961, S. 124, Nr. 201
  • Barbara Butts, Albrecht Dürer or Hans von Kulmbach? Two Designs for Triptychs in the Albertina, in: Master Drawings, 23/24, Nr. 4, 1985/86, S. 517-526, 588, 589, hier auch S. 522: vgl. den Madonnentypus und die Kolorierung mit Albertina, Inv. 3066, S. 523: vgl. die schematische Ausführung der Figuren auf den Flügeln mit Dürers Washingtoner Pause zur Grünen Passion
  • Barbara Butts, The Drawings of Hans Süss von Kulmbach, in: Master drawings, XLIV, No. 2, 2006, S. 127-212, hier S. 201, Nr. B26
  • Gerhard Weilandt, Das Ober-St. Veiter Retabel von Albrecht Dürer und Hans Schäufelein - Zum originalen Kontext, in: KunstKritikGeschichte. Festschrift für Johann Konrad Eberlein, Berlin 2013, S. 255-278, hier S. 270-272 (Alternativentwurf für den sog. Ober-St.-Veiter-Altar)
  • AK Dürer. Kunst - Künstler - Kontext, Städel Museum Frankfurt a. M. 2013, S. 210-211, Nr. 7.8 (Hilja Droste)
  • AK Albrecht Dürer, Albertina, Wien 2019, S. 457, Kat. 121
  • Provenance
  • wohl Kaiser Rudolf II.
  • Kaiserliche Schatzkammer (?)
  • seit 1783 Kaiserliche Hofbibliothek (?)
  • 1796 (?) an Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • (Kein Hinweis auf Hofbibliothek im Alten Cahier III)
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/41353/thronende-maria-mit-dem-kind-musizierenden-engeln-den-hllImage Request
    Last edited24.01.2025