Kollektives Gedächtnis 1
Petra Sterry
1999
Die 1967 in Graz geborene Künstlerin Petra Sterry befasst sich in ihren Arbeiten mit grundsätzlichen Themen der menschlichen Existenz: Angst, Gewalt, Sexualität, Tod, Entfremdung und Einsamkeit.
Erhängte - wie in der Serie "Kollektives Gedächtnis" - sind dabei ein immerwiederkehrendes Thema. Die großformatigen Bleistiftzeichnungen sind trotz formaler Reduktion von großer Eindringlichkeit und schildern entindividualisierte Urängste des Menschen. Das besondere Interesse der Künstlerin gilt dabei der Frage nach dem Umgang mit den Erfahrungen von Angst, Gewalt und Tod. Für Petra Sterry ist das in dieser Serie thematisierte "kollektive Gedächtnis" ein Archiv des Gewissens:
"Erhängte sind ein Thema, das ich in meiner Arbeit immer wieder aufgreife. Ich thematisiere Grundbedingungen der menschlichen Existenz.
Wie ist unser Umgang mit der Erfahrung von Angst, Gewalt und Tod? Erfahrung birgt sowohl die Möglichkeit des sich Erinnerns als auch des Vergessenwollens. Für mich ist das kollektive Gedächtnis ein Archiv des Gewissens."
Petra Sterry
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