Rudolf Konopa, Maler Walter Sigmund Hampel, Inv. Nr.: 19305
Maler Walter Sigmund Hampel
Rudolf Konopa, Maler Walter Sigmund Hampel, Inv. Nr.: 19305
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Maler Walter Sigmund Hampel

Rudolf Konopa

1898




Künstler:in (Wien 1864 - 1938 Wien)
Dargestellt (Wien 1867 - 1949 Nußdorf am Attersee)
Date1898
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesBleistift und Aquarell auf Papier
Dimensions23,5 × 15,3 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number19305
Signedr. u. "Konopa"; r. u. "RK" verbunden
Text
Im Jahr 1905 stiftete die Hagengesellschaft der Albertina ein Konvolut von über 800 Zeichnungen. Zwar waren die ihr zugehörigen Künstler von der Bedeutung ihrer Vereinigung überzeugt, doch fand deren Rolle als entscheidende Wegbereiterin der Secession später oft wenig Beachtung. Immerhin vierzehn Mitglieder der Hagengesellschaft zählten 1897 zu den Begründern der neuen, progressiven Künstlervereinigung. Viele der verbliebenen Mitglieder formierten im Zusammenschluss mit weiteren Künstlern 1900 den Hagenbund. Die Mitglieder der Hagengesellschaft trafen sich ab 1880 regelmäßig, und schon bald wurden das Blaue Freihaus und das Café Sperl in der Gumpendorfer Straße ihre Stammlokale. Der Wirt des Blauen Freihauses war Josef Haagen, der namensgebend für die Ha(a)gengesellschaft wurde.

In geselliger Runde entstanden Zeichnungen voller Dynamik, meist sehr schnell aufs Papier geworfen, die die Künstler im Kaffeehaus oder als Karikaturen zeigen. Eine Reihe von Zeichenwettbewerben dokumentiert auf humorvolle Weise das „Vereinsleben“. Humor war allgegenwärtig. Viele Blätter lassen aber auch deutlich den Zug zum Jugendstil erkennen. Grotesken, Alltags- und Großstadtszenen entstanden ebenso wie idyllische Landschaften, und auch das Organ der Wiener Secession, die Zeitschrift Ver Sacrum, nahm immer wieder Anleihen bei den Mappen der Hagengesellschaft, um einzelne Zeichnungen in ihren Ausgaben abzubilden.

Die Hagengesellschaft war ein komplexes Netzwerk aus Freunden und Verwandten, dessen Stärke vor allem in seiner Heterogenität zu suchen ist. Die Mitglieder hatten so unterschiedliche Berufe wie Maler, Bildhauer, Fotograf, Architekt, Musiker, Komponist, Forscher, Bankbeamter, Finanzbeamter, Ingenieur, Richter, Journalist oder Cafetier. Entgegen bisher tradierten Erzählungen brach die Freundesrunde nicht durch die Gründung der beiden Künstlervereinigungen Secession und Hagenbund auseinander, sondern stand über Jahrzehnte in engem Kontakt und Austausch bis ungefähr 1950.

Bibliography
  • Elisabeth Dutz / Ralph Gleis (Hg.), Die Wiener Bohème. Werke der Hagengesellschaft (Ausst. Kat. Albertina, Wien 2025), Wien 2025, Kat. 26 (S. 67)

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/89718/maler-walter-sigmund-hampelImage Request
    Last edited16.03.2026

    Ludwig Sigmundt, Maler Hampel beim Zeichnen, Inv. Nr.: 19103
    Ludwig Sigmundt
    um 1890
    Rudolf Konopa, Maler Leopold Stolba, Inv. Nr.: 19315
    Rudolf Konopa
    um 1893
    Rudolf Konopa, Maler Eduard Kasparides, Inv. Nr.: 19307
    Rudolf Konopa
    1898
    Rudolf Konopa, Maler Eduard Kasparides, Inv. Nr.: 19308r
    Rudolf Konopa
    1892
    Sigmund Walter Hampel, Hampel beim Zeichnen, Inv. Nr.: 19121
    Sigmund Walter Hampel
    Rudolf Konopa, Franz Jaschke im Profil, Inv. Nr.: 19306
    Rudolf Konopa
    1898
    Rudolf Konopa, Fries mit Gänsen, Inv. Nr.: 19291
    Rudolf Konopa
    um 1893
    Rudolf Konopa, Der heiligen Kunst, Inv. Nr.: 19279
    Rudolf Konopa
    1898
    Rudolf Konopa, Blumenverkäuferin, Inv. Nr.: 19280
    Rudolf Konopa
    um 1893