Rudolf von Alt, Der Hauptplatz in Linz (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22583
Der Hauptplatz in Linz (Guckkastenblatt)
Rudolf von Alt, Der Hauptplatz in Linz (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22583
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Der Hauptplatz in Linz (Guckkastenblatt)

Rudolf von Alt

1839




Der Bestand der "Guckkastenblätter" umfasst insgesamt 281 Blätter, 227 davon befinden sich in der Albertina. Sie waren für die Betrachtung durch ein optisches Gerät vorgesehen. Hierbei sollte durch einen Hohlspiegel und eine differenzierte Beleuchtung eine besondere Seherfahrung erreicht werden. Die Darstellungen wurden von den Künstlern Eduard, Gurk, Leander Russ, Jakob Alt und seinem Sohn Rudolf von Alt im Auftrag von Kaiser Ferdinand I. ausgeführt. Sie zeigen vor allem Veduten und Naturschönheiten aus dem Reich der Habsburger Monarchie, aber auch Ansichten von Italien und dem Orient (weiterführende Informationen in: Jakob und Rudolf von Alt. Im Auftrag des Kaisers, AK Albertina 2010).


Mit einer Länge von 219 und einer Breite von 60 Metern ist der Linzer Hauptplatz einer der größten Plätze Österreichs. Viele Häuser sind im Kern noch mittelalterlich, haben aber nach diversen Stadtbränden Fassaden aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. An der linken Häuserzeile liegen das Alte Rathaus mit dem achteckigen Turm sowie die Jesuitenkirche (der damalige Dom). Während die Pestsäule (Dreifaltigkeitssäule) bis heute an ihrem Platz steht, wurde der Neptunbrunnen links vorne in den Park am Hessenplatz versetzt. Nicht erhalten ist das ebenerdige Gebäude neben dem Brunnen, die Hauptwache. Die zur nahen Donau hin stark abfallende Seite des Hauptplatzes wurde 1872 eingeebnet und 1940 als Brückenrampe erhöht.



Künstler:in (Wien 1812 - 1905 Wien)
Date1839
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell
DimensionsBlatt: 42,4 x 53,1 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number22583
Signedr.u. "J. Alt 1839" (Feder in Schwarz)
Text

Mit einer Länge von 219 und einer Breite von 60 Metern ist der Linzer Hauptplatz einer der größten Plätze Österreichs. Viele Häuser sind im Kern noch mittelalterlich, haben aber nach diversen Stadtbränden Fassaden aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. An der linken Häuserzeile liegen das Alte Rathaus mit dem achteckigen Turm aus dem Jahr 1509 sowie die zwischen 1669 und 1678 nach Plänen des italienischen Architekten #Pietro Francesco Carlone (vor 1607–1681/82) erbaute Jesuitenkirche (der damalige Dom). Während die von 1717 bis 1723 nach einem Entwurf von #Antonio Beduzzi (1675–1735) errichtete Pestsäule (Dreifaltigkeitssäule) bis heute an ihrem Platz steht, wurde der Neptunbrunnen links vorne in den Park am Hessenplatz versetzt. Nicht erhalten ist das ebenerdige Gebäude neben dem Brunnen: Es handelt sich um die Hauptwache, die im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) errichtet und 1856 in das Landhaus verlegt wurde. Die zur nahen Donau hin stark abfallende Seite des Hauptplatzes wurde 1872 eingeebnet und 1940 als Brückenrampe erhöht.

AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 115, Abb. 56.


Catalogue raisonné
  • Koschatzky 1975, S. 257, Nr. 48
  • Bibliography
  • AK Albertina 1984, Nr. 53
  • Koschatzky 1991, S. 73, Nr. 2, Abb. S. 52, S. 114, Taf. 19
  • AK Albertina 2005 a, Nr. 72
  • AK Albertina 2010, Nr. 56 (E. Michel)
  • AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau: Grasl Druck & Neue Medien 2010, S.115 Abb.56
  • Provenance
  • Familien-Fideikommiss-Bibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/90257/der-hauptplatz-in-linz-guckkastenblattImage Request
    Last edited31.03.2026