Rudolf von Alt, Tivoli (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22562a
Tivoli (Guckkastenblatt)
Rudolf von Alt, Tivoli (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22562a
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Tivoli (Guckkastenblatt)

Rudolf von Alt

1836




Der Bestand der "Guckkastenblätter" umfasst insgesamt 281 Blätter, 227 davon befinden sich in der Albertina. Sie waren für die Betrachtung durch ein optisches Gerät vorgesehen. Hierbei sollte durch einen Hohlspiegel und eine differenzierte Beleuchtung eine besondere Seherfahrung erreicht werden. Die Darstellungen wurden von den Künstlern Eduard, Gurk, Leander Russ, Jakob Alt und seinem Sohn Rudolf von Alt im Auftrag von Kaiser Ferdinand I. ausgeführt. Sie zeigen vor allem Veduten und Naturschönheiten aus dem Reich der Habsburger Monarchie, aber auch Ansichten von Italien und dem Orient (weiterführende Informationen in: Jakob und Rudolf von Alt. Im Auftrag des Kaisers, AK Albertina 2010).


Künstler:in (Wien 1812 - 1905 Wien)
Date1836
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell, Glanzhöhungen, über Spuren einer Bleistiftvorzeichnung, auf Papier
Dimensions52,2 x 41,7 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number22562a
InscribedAufkleber am Passepartout vorne: "Von Rudolf Alt entworfen und gemalt. S. Protokoll vom 17. Sept. 1892, Zahl 131, Registratur."
Signedr.u. "J. Alt 1836" (Feder in Schwarz)
Text

Der auf einem Felsvorsprung über der Kaskade und der Grotte des Aniene am Rand der Stadt stehende Rundtempel war seit dem 16. Jahrhundert besonders bei Künstlern aus dem Norden das beliebteste Motiv aus der Umgebung Roms, vereinigte es doch wie kein zweites spektakuläre Natur und ein seltenes antikes Bauwerk. Allerdings wurde der Bau vor dem späten 18. Jahrhundert weniger in seiner natürlichen landschaftlichen Umgebung wiedergegeben, sondern entweder aus der Nähe aufgenommen oder in einer großartige Fantasielandschaft versetzt. Gerade im Jahrzehnt vor der Entstehung von Alts Aquarell waren mehrere druckgrafische Darstellungen erschienen, darunter eine von #Luigi Rossini (1790–1857). Ein Hochwasser hatte 1826 große Schäden angerichtet und umfangreiche Restaurierungsarbeiten zur Folge gehabt. Das ursprünglich 18-säulige Bauwerk aus spätrepublikanischer Zeit, an dem zehn Säulen erhalten geblieben sind, wurde gewöhnlich als Sibyllentempel bezeichnet, war aber wahrscheinlich der Vesta geweiht.

AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 89, Abb. 39.

Bibliography
  • Koschatzky 1975, S. 256, Nr. 13
  • Koschatzky 1991, S. 73, Nr. 57, Abb. S. 56
  • AK Albertina 2010, Nr. 39 (J. Garms)
  • Provenance
  • Familien-Fideikommiss-Bibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/90323/tivoli-guckkastenblattImage Request
    Last edited06.05.2026