Aulandschaft mit Tränke
Claude Gellée gen. Claude Lorrain
um 1640
Die stimmungsvolle „Aulandschaft mit Tränke“, ein Motiv, das Lorrain wiederholt in den verschiedensten Medien verwendet hat, zeigt erneut eindrucksvoll die Möglichkeiten der monochromen Zeichenkunst: kühles Schwarzbraun, warmes Braun sowie das strahlende Weiß des freigebliebenen Papiergrundes entfalten einen erstaunlichen Reichtum an Nuancen und Schattierungen. Eine wesentliche Rolle spielt die Verwendung des Gegenlichts, das die dunkler lavierten Bäume mit Helligkeit umrahmt. Die rhythmische Unterbrechung des Lichtes durch dunkle Zonen schichtet die Landschaft stufenweise bis in die helle Tiefe und gibt sowohl Raum als auch atmosphärische Stimmung. Wesentliche Elemente der um 1640 entstandenen Zeichnung hat Lorrain für sein Gemälde „Furt bei Abendstimmung“ (Madrid, Prado)[1] übernommen. Zeichnung und Bild folgen in der Wahl des Landschaftsausschnittes und der Anordnung von Hirt und Herde der 1636 datierten Radierung „Der Rinderhirt“[2].
Christine Ekelhart in : Old Master Drawings from Vienna, Albertina, Art Gallery of New South Wales, 2002, Nr.66
Die stimmungsvolle "Aulandschaft mit Tränke" zeigt ein Motiv, das Lorrain wiederholt in den verschiedensten Medien dargestellt hat. Wesentliche Elemente des um 1640 entstandenen Blattes hat Lorrain für sein Gemälde "Furt bei Abendstimmung" übernommen (Prado, Madrid; Röthlisberger 1961, Abb. 170; https://www.museodelprado.es/en/the-collection/art-work/the-ford/865c73d7-6c7c-48aa-905f-6185d5748367§). Zeichnung und Bild folgen in der Wahl des Landschaftsausschnitts und der Anordnung von Hirt und Herde der 1636 datierten Radierung "Der Rinderhirt".
vgl. Christine Ekelhart, in: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Die großen Meister der Albertina (Kat. Best. Albertina, Wien 2008), Petersberg 2008, Nr. 114.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/12838/aulandschaft-mit-trankeImage Request