Biel und seine Umgebung, im Vordergrund ein Bauernpaar im Gespräch
Peter Birmann
vor 1805
Die Komposition entspricht der Ansicht Nr. 36 in der 1802 in Basel erschienenen 36teiligen Folge Voyage pittoresque de Basle à Bienne par les vallons de Mottiers-Grandval (Aquatinten von #Franz Hegi, #Chr. Haldenwang und #J. J. Strüdt nach Birmann; Text von #Philippe-Cyriaque Bridel; Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek: Sign. 181.448-D). Die Sammlung der Vorlagen dazu besitzt das Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel in einer Mappe (Inv. Bi 296.1-36). Diese Sepien sind im Format etwas kleiner (221 x 330 mm) als die vorliegende. Gleiche Größe zeigen dagegen zwei weitere unbezeichnete Sepiafassungen und eine "Vue du Lac de Bienne & de l'isle de St. Pierre." bezeichnete, die möglicherweise als die früheste anzusehen ist (Inv. Bi 300.20 und 300.21 bzw. Bi 300.19). Auch die Albertina-Fassung kann nicht viel später als die Stichausgabe entstanden sein. Dies läßt sich an der Auffassung der Figurenstaffage im Vordergrund ablesen, die einen besonders guten Indikator für den Stilwandel Birmanns um 1805 und ca. um 1825 darstellt. Hier zeigt sie den bis ca. 1805 verwendeten, puppenhaft gestalteten und zart lavierten bzw. aquarellierten Typus.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 29, Nr. 41.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/17876/biel-und-seine-umgebung-im-vordergrund-ein-bauernpaar-im-geImage Request