Scipio besetzt das Lager Hannibals und läßt Gnade walten (Titus Livius XXVII, 19, 2
Anonym
Wie Inv. 14198, Inv. 14200 geht auch diese Darstellung auf eine verlorene Vorzeichnung Giulio Romanos zurück (A.K. Rom 1993, p. 46, Fig. 30), die möglicherweise dem Stecher zur Verfügung stand. Auch dieses Sujet wird mit den verlorenen 22 Gobelins, die 1532-1535 für Franz I., König von Frankreich, entstanden, in Zusammenhang gebracht (A.K. Paris 1978, p. 64f; Junquera de Vega/Herrero Carretero 1986, p. 176D. Teppiche dieser Darstellung sind in der Brüsseler Serie, die Maria von Ungarn 1544 erwarb, im Palacio Real in Madrid (Inv. Nr. A.265-7842; Junquera de Vega/Herrero Carretero 1986, p. 180) sowie ein Teppichfragment aus den 1590er Jahren aus der Manufaktur Martin Reynbouts in Brüssel, ebenfalls im Patrimonio Nacional in Madrid (Inv. Nr. A 361-12157; Junquera de Vega/Herrero Carretero 1986, p. 187, Serie 27,11) erhalten. Den Gesamtentwurf zeigt auch die von Everaet Leyniers signierte Tapisserie-Wiederholung im Kunsthistorischen Museum in Wien (Inv. Nr. G 176; A.K. Paris 1978, VIII.4). Eine Zeichnung im Louvre (lnv. Nr. 3721; A.K. Paris 1978, VIII.2; A.K. Rom 1993, p. 45) gilt als zeitgenössische Variante Giovanni Francesco Pennis (?), von der sich eine Kopie in der Bibliothèque Nationale in Paris befindet (Anc. fonds Est. Bb 14a, fol. 36bis; A.K. Paris 1978, VIII.3; A.K. Rom 1993, p. 46). Die Albertina-Zeichnung ist eine weitere Kopie in diesem Zusammenhang.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, III, Wien/Köln/Weimar 1995, S. 1845, Nr. 14199.
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