Die Milde des Scipio (Titus Livius XXVI, 50, 1-12)
Anonym
Wie Inv. 14198, Inv. 14199 geht auch diese Darstellung auf das Vorbild Giulio Romanos zurück. Auch dieser Originalentwurf existierte in der Sammlung E. Gatteaux in Paris, bis er dort 1871 zerstört wurde. Auch von diesem ist eine Photographie in der Bibliothèque Nationale in Paris erhalten (Est. Bb. 14b, fol. 33; A.K Paris 1978, p. 48, VI). Die Komposition Giulios diente als eine der Vorlagen für die 22 verlorenen Wandteppiche, die König Franz I. 1532 in Auftrag gab und die 1535 fertiggestellt wurden. Die entsprechende Brüsseler Wiederholung aus der Folge, die Maria von Ungarn 1544 erwarb, befindet sich heute im Palacio Real in Madrid (Inv. Nr. A 265-7842; P. Junquera de Vega/C. Herrero Carretero, Catalogo de Tapices deI Patrimonio Nacional, I: Siglo XVI, Madrid 1986, p. 179, Serie 26.11), ein weiterer, 1688/90 nach dem entsprechenden Stück der späteren Serie für Jacques d'Albon, Marechal de Saint-Andre kopiert, ist heute im Louvre (Inv. Nr. OA 6066; A.K. Paris 1978, V.3). Zur Geschichte der Teppiche vgl. A.K. Paris 1978, p. 5-10. Eine Darstellung der Komposition auf einer Zeichnung des Louvre (Inv. Nr. 3722; A.K. Paris 1978, Y.2; A.K. Mantua 1989, p. 87 Abb.) gilt als Giovanni Francesco Penni (?), die Albertina-Zeichnung als zeitgenössische Kopie.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, III, Wien/Köln/Weimar 1995, S. 1846, Nr. 14200.
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