Anbetung der Hirten
Giovanni Benedetto Castiglione
Bei der 1995 am Institut für Farbenlehre und Farbenchemie der Akademie der bildenden Künste in Wien unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Mairinger durchgeführten Röntgenfluoreszenz-Analyse und einem mikro-chemischen Gruppentest für Bindemittel wurde festgestellt, dass für die traditionell als "Ölskizzen" bezeichneten Blätter Castigliones und seiner Werkstatt Proteine, Fette und Kohlehydrate als Bindemittel verwendet wurden. Daraus ist zu folgern, dass es sich um "Gummitempera" handeln könnte. Vgl. auch den Kommentar zu lnv. 2843. Die Provenienz Liechtenstein für die Blätter Inv. 14420-14423, die Adam v. Bartsch 1794, p. 135 ausdrücklich wiederholt, konnte von Evelin Oberhammer im Hausarchiv der Stiftung Fürst Liechtenstein nicht nachvollzogen werden (Brief 22. Februar 1996). Dennoch ist diese traditionelle Provenienz Liechtenstein nicht auszuschließen. Eine ähnliche Darstellung in der Nelson Gallery-Atkins Museum in Kansas City (Inv. F 59-60/2; A.K. Giovanni Benedetto Castiglione (bearb. v. A. Blunt/A. Percy), Philadelphia (Museum of Art) 1971, Nr. 60). Vgl. die Blätter in Windsor (Inv. Nr. 4036, 4049, 4058; A. Blunt, The Drawings of G. B. Castiglione & Stefano della Bella ... at Windsor Castle, London 1954, Castiglione Nr. 102, 131, 178, Taf. 16, 23, 37). Nach Blunt und Percy sind die pastoralen Blätter in die erste Hälfte der 1640er Jahre in Genua zu datieren (A.K. Giovanni Battista Castiglione (bearb. v. A. Blunt/A. Percy), Philadelphia (Museum of Art) 1971, p. 30-32). Eine Kopie der Albertina-Zeichnung befindet sich in der Stiftung Kunsthaus Heylshof in Worms (Inv. Nr. 7 W 118; A.K Darmstadt 1990, W 11).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2074, Nr. 14422.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/25943/anbetung-der-hirtenImage Request