Anbetung des Jesuskindes in der Krippe
Giovanni Benedetto Castiglione
Das Thema der „Geburt Christi mit Gottvater" wurde von Benedetto Castiglione mehrfach sowohl in Zeichnungen (Windsor Inv. Nr. 3928, 3929 (A. Blunt, The Drawings of G. B. Castiglione & Stefano della Bella ... at Windsor Castle, London 1954, Castiglione Nr. 32, 33) und Inv. Nr. 4058 (Blunt 1954, Nr. 131, Taf. 23) als auch in seiner Radierung (B.XXI, p. 15, Nr. 11; A.K. Genua 1990, Nr. 55) behandelt. Als Vorzeichnung für die Radierung sieht A. Blunt die Zeichnung in Windsor Inv. Nr. 3932 (Blunt 1954, Nr. 6), die Übertragungsspuren aufweist. Nach Ann Percy ist die Radierung um 1645 zu datieren, als auch das Altarblatt von San Luca in Genua (A.K. Philadelphia 1971, p. 138; A.K. Genua 1990, Nr. 14, Taf. 97) entstand. Nach Bellini (P. Bellini, L'Opera incisa di G. B. Castiglione, Mailand 1982, p. 97) ist die Radierung allerdings später, zwischen 1645 und 1647 einzuordnen. Eine überzeugende Datierung für die Wiener Zeichnung kann daraus nicht abgeleitet werden, da die Ähnlichkeit nur im Sujet, nicht aber in der ausgeführten Komposition besteht.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2076, Nr. 14424.
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