Zwei Studien einer liegenden und einer hockenden Figur, Entwurf für "Der gute Samariter"
Eugène Delacroix
um 1852
Mit summarischen, die Formen nur flüchtig andeutenden Pinselstrichen skizziert Delacroix zweimal übereinander, eine liegende und eine sich zu ihr niederbeugende Figur, an der er jeweils verschiedene Stellungen, einmal in fast gestreckter, dann in hockender Haltung, ausprobiert. Das Département des Arts graphiques des Louvre besitzt eine Bleistiftzeichnung, die nach Maurice Sérullaz (I, Nr. 437) mit dem 1852 datierten Gemälde "Der gute Samariter" (London, Victoria and Albert Museum; Johnson, III, Nr. 446, IV, Taf. 247) in einem Zusammenhang steht. Das Zeichnung zeigt eine, den Skizzen der Albertina motivisch eng verwandte Gruppe, ebenfalls in doppelter Ausführung und ebenso mit jeweils leicht veränderter Position. Auch in der flüchtigen, auf die Umrissformen konzentrierten Zeichenweise finden sich verwandte Züge. Diese Kriterien lassen den Schluss zu, in der vorliegenden Skizze ebenfalls eine vorbereitende erste Idee für dieses Gemälde zu sehen.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 238, Nr. 102.
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