Im Golf von Neapel mit dem Vesuv im Hintergrund
Jean-Baptiste Camille Corot
1828
Die beiden Federzeichnungen (siehe Inv. 24197) zeigen Ansichten von Neapel und Umgebung und stammen wie Inv. 24193 und Inv. 24195 ebenfalls von Corots erstem Aufenthalt in Italien 1825-1828, wo er von Rom aus häufig Ausflüge vor allem in die nähere Umgebung unternahm. Im Frühjahr 1828 besuchte er Neapel, Ischia, Capri und Pozzuoli. Mit wenigen markanten Strichen hält Corot das Wesentliche seines Motivs in knapper Form fest, wobei die Darstellung mit dem Castell dell´Ovo einen stärkeren bildhaften Eindruck macht und auch detailreicher ausgeführt ist als die motivisch wesentlich unspektakulärere Küstenlandschaft, in der Corot einige Umrisslinien für die blockhafte Wiedergabe von zerklüftetem Gestein genügen. Diese etwas spröd wirkende Ansicht ist typisch für Corots frühe Zeichentechnik, die in der Strichführung noch wenig geschmeidig und in der Behandlung der Oberflächenstruktur wenig differenziert anmutet.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 116, Nr. 50.
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