Die Hofburg mit der Bellaria in Wien
Rudolf von Alt
1842
Die ersten Wiener Motive schuf Rudolf von Alt 1831 als Vorlagen für die Bilderserie Wiens Plätze und Umgebungen. Wie ausdrücklich hingewiesen wird, seien diese „nach der Natur gezeichnet“. Der junge Künstler – er war noch nicht 20 Jahre alt – lieferte die Aquarelle, und sein Vater Jakob setzte diese in Lithografien um. Meisterhafte Schilderungen der Fassaden, Detailgenauigkeit von der Staffage bis in die Dachzonen, und das alles im hellen Sonnenlicht, ergeben den Charakter einer „biedermeierlichen“ Vedute, der in den folgenden Jahren weiter ausgebildet und verfeinert wurde. Gewagte perspektivische Verkürzungen, das Festhalten flüchtiger Lichtstimmungen, ein Nuancenreichtum der Farben und eine bravouröse Technik, die großflächigere Lavierungen und eine feine Pinselzeichnung miteinander verbindet, kennzeichnen diese Kleinode der Aquarellkunst.
Seine Heimat, allen voran der Stephansdom, den er nach eigener Aussage über hundert Mal „gezeichnet“ hat, wird für den Künstler bis an sein Lebensende Motiv und Anliegen sein.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/39597/die-hofburg-mit-der-bellaria-in-wienImage Request