Sigmund Walter Hampel, Fünf Damen in einem winterlichen Wald, Inv. Nr.: 19116
Fünf Damen in einem winterlichen Wald
Sigmund Walter Hampel, Fünf Damen in einem winterlichen Wald, Inv. Nr.: 19116
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Fünf Damen in einem winterlichen Wald

Sigmund Walter Hampel

um 1893




Künstler:in (Wien 1867 - 1949 Nußdorf am Attersee)
Dateum 1893
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesBleistift auf Papier
Dimensions17,2 × 15,9 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number19116
SignedRe. u.: "Walter Hampel"
Text
Im Jahr 1905 stiftete die Hagengesellschaft der Albertina ein Konvolut von über 800 Zeichnungen. Zwar waren die ihr zugehörigen Künstler von der Bedeutung ihrer Vereinigung überzeugt, doch fand deren Rolle als entscheidende Wegbereiterin der Secession später oft wenig Beachtung. Immerhin vierzehn Mitglieder der Hagengesellschaft zählten 1897 zu den Begründern der neuen, progressiven Künstlervereinigung. Viele der verbliebenen Mitglieder formierten im Zusammenschluss mit weiteren Künstlern 1900 den Hagenbund. Die Mitglieder der Hagengesellschaft trafen sich ab 1880 regelmäßig, und schon bald wurden das Blaue Freihaus und das Café Sperl in der Gumpendorfer Straße ihre Stammlokale. Der Wirt des Blauen Freihauses war Josef Haagen, der namensgebend für die Ha(a)gengesellschaft wurde.

In geselliger Runde entstanden Zeichnungen voller Dynamik, meist sehr schnell aufs Papier geworfen, die die Künstler im Kaffeehaus oder als Karikaturen zeigen. Eine Reihe von Zeichenwettbewerben dokumentiert auf humorvolle Weise das „Vereinsleben“. Humor war allgegenwärtig. Viele Blätter lassen aber auch deutlich den Zug zum Jugendstil erkennen. Grotesken, Alltags- und Großstadtszenen entstanden ebenso wie idyllische Landschaften, und auch das Organ der Wiener Secession, die Zeitschrift Ver Sacrum, nahm immer wieder Anleihen bei den Mappen der Hagengesellschaft, um einzelne Zeichnungen in ihren Ausgaben abzubilden.

Die Hagengesellschaft war ein komplexes Netzwerk aus Freunden und Verwandten, dessen Stärke vor allem in seiner Heterogenität zu suchen ist. Die Mitglieder hatten so unterschiedliche Berufe wie Maler, Bildhauer, Fotograf, Architekt, Musiker, Komponist, Forscher, Bankbeamter, Finanzbeamter, Ingenieur, Richter, Journalist oder Cafetier. Entgegen bisher tradierten Erzählungen brach die Freundesrunde nicht durch die Gründung der beiden Künstlervereinigungen Secession und Hagenbund auseinander, sondern stand über Jahrzehnte in engem Kontakt und Austausch bis ungefähr 1950.

Bibliography
  • Elisabeth Dutz / Ralph Gleis (Hg.), Die Wiener Bohème. Werke der Hagengesellschaft (Ausst. Kat. Albertina, Wien 2025), Wien 2025, Kat. 134 (S. 154)

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/90363/funf-damen-in-einem-winterlichen-waldImage Request
    Last edited06.05.2026

    Sigmund Walter Hampel, Zwei Damen im Kaffeehaus, Inv. Nr.: 19135
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893
    Sigmund Walter Hampel, Zwei Damen am Teich, Inv. Nr.: 19143
    Sigmund Walter Hampel
    Sigmund Walter Hampel, Großstadtetablissement, Inv. Nr.: 19122
    Sigmund Walter Hampel
    Sigmund Walter Hampel, Dame mit Schleier, Inv. Nr.: 19136
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893
    Sigmund Walter Hampel, Dame in schwarzem Kleid, Inv. Nr.: 19137
    Sigmund Walter Hampel
    Sigmund Walter Hampel, Pierrette, Inv. Nr.: 19114
    Sigmund Walter Hampel
    1893
    Sigmund Walter Hampel, Maler Theodor Alphons, Inv. Nr.: 19127
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893
    Sigmund Walter Hampel, Sitzende Dame im schwarzen Kleid, Inv. Nr.: 19147
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893
    Sigmund Walter Hampel, Dame im rotem Kleide am Kaffeehaustisch, Inv. Nr.: 19119
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893
    Sigmund Walter Hampel, Frauenkopf, Inv. Nr.: 19131
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893
    Sigmund Walter Hampel, Weiblicher Akt am Wasser, Inv. Nr.: 19132
    Sigmund Walter Hampel
    um 1893