Ohnmacht der Julia, Gattin des Pompeius, als sie dessen blutbefleckte Tunika erkennt
Maria Anna Angelika Catharina Kauffmann
um 1785
#Julia (ca. 76 v. Chr. - 54 v. Chr.) war die Tochter von #Julius Caesar und wurde 59 v. Chr. mit #Pompeius vermählt. Illustriert ist die Stelle bei #Plutarch, Pompeius, 53, 3. - Das vorliegende Blatt wird von Renate Gehl (Bothe/Weimar 1994, a.a.O.) als Vorzeichnung zu dem gleichnamigen Gemälde angesehen, das Angelika Kauffmann 1785 zusammen mit dem Pendant "Cornelia, Mutter der Gracchen" für die #Königin Caroline von Neapel gemalt hat. Einer Notiz in den alten Dokumentationsunterlagen der Albertina bzw. auf dem Karton der Montierung zufolge hat auch Albert von Sachsen-Teschen eine "Julia" als ausgeführtes Gemälde besessen. Dies würde darauf hinweisen, dass von diesem Bild, wie von der "Cornelia", ebenfalls mehrere Fassungen entstanden sind. Die Notiz beinhaltet außerdem die Aussage, dass das vorliegende Blatt zu jener von Albert erworbenen Fassung gehört. - Baumgärtel 1991, a.a.O., betont die sorgfältige Vollendung der Zeichnung (Einfassungslinie, Monogrammierung) und sieht sie daher eher unabhängig von dem Ölbild.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 89, Nr. 248.
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