Veste Stolpen
Anonym
um 1790
Das Blatt wurde unter dem Namen eines Künstlers "Muller" überliefert, über dessen Leben und Werk jedoch auch in den einschlägigen Saxonica-Sammlungen (Stadtgeschichtliches Museum Dresden, Kupferstichkabinett Dresden, Sächsische Landesbibliothek/Kartensammlung) keine weiteren Anhaltspunkte gefunden werden konnten. Es handelt sich offensichtlich um einen Zeichner, der in engster Beziehung zu Chr. A. Günther stand. - Zur Datierung der vorliegenden Zeichnung vgl. die zwischen 1780 und 1782 entstandene Ansicht der Veste Stolpen von #J. H. Troll (Inv. 6801). Bei Troll hat der rechte Rundturm noch das glockenförmige Dach, ebenso auf #A. Zinggs Radierung "Stolpen" (Albertina-Exemplar: AAD, Bd. 81, Bl. 92). In Zinggs Ansicht ist das Dach bereits an mehreren Stellen löchrig. In der Saxonica-Sammlung des Dresdner Kupferstichkabinetts befindet sich eine kleine Radierung, "Ruin des Schlosses Stolpen", mit unleserlicher Signatur, jedoch dem Datum 1794 versehen (Inv. 131107). In dieser Ansicht ist das Dach bereits eingebrochen.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 71, Nr. 183.
