Ohnmacht der Alceste angesichts des Todes, den sie für ihren Gatten Admet zu erleiden bereit ist
Johann Eleazar Schenau
nach 1773
Vgl. #Chr. M. Wieland, Alceste, 2. Akt, 5. Szene. - Die vorliegende Zeichnung steht vermutlich im Zusammenhang mit dem von Otto 1801-03, Bd. 3.1, S. 196, § 2, Lit. p, erwähnten Gemälde "Alceste, wie sie von ihren Kindern und Freunden umgeben, freywillig für ihren Admet stirbt". Otto zählt es unter Schenaus "vorzüglichste in Dresden verfertigte Gemählde" und gibt als Quelle ein Trauerspiel von #Lessing an, wobei wahrscheinlich von einer Verwechslung mit #Chr. M. Wielands 1773 erschienenem fünfaktigen Singspiel auszugehen ist. Für Wielands Text als Bildquelle würde zum Beispiel die große Anzahl der anwesenden Kinder sprechen, von denen #Euripides ausdrücklich nur zwei auftreten läßt. Am rechten Bildrand erscheint außerdem eine Figur, mit der vielleicht die Schwester der Alceste, Parthenia, gemeint ist. Diese Rolle wurde von Wieland eigens kreiert (vgl. das Gemälde von #J. H. Tischbein d. Ä. von 1775 in Bad Pyrmont, Museum im Schloß; Abb. in AK Kassel 1989-90, Taf. 48, zu Nr. 43 und S. 125ff.).
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 223, Nr. 742.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18552/ohnmacht-der-alceste-angesichts-des-todes-den-sie-fur-ihrenImage Request