Christian Leberecht Vogel, Zwei Kinder mit einem Bilderbuch, Inv. Nr.: 14965
Zwei Kinder mit einem Bilderbuch
Christian Leberecht Vogel, Zwei Kinder mit einem Bilderbuch, Inv. Nr.: 14965
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Zwei Kinder mit einem Bilderbuch

Christian Leberecht Vogel

vor 1792/93




Künstler:in (Dresden 1759 - 1816 Dresden)
Datevor 1792/93
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesPinsel in Braun, laviert, Aquarell, über Rötel und Bleistiftspuren; mit Pinsel in Grau gemalter Rahmen
Dimensions41,4 x 49,9 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number14965
InscribedMi. u.: "Vogel" (Bleist., von späterer Hand)
Markingsr.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

"Das bekannteste der Vogel'schen Kinderbilder ist das 'Die Söhne des Meisters' genannte Ölgemälde der Dresdener Galerie, das frühestens 1791 entstanden sein kann. Das Bild wurde an den Hofrat Groschke nach Mitau in Lettland verkauft. Doch sollen etwa 18 von Vogel selbst gemalte Wiederholungen vorhanden sein, deren schönste König Friedrich August I. 1817 für die Dresdener Galerie erwarb. Mindestens 3 Jahre vor der Entstehung dieses Bildes hatte Vogel schon im Schönburgischen Schlosse Lichtenstein die Prinzen Otto Viktor und Alfred in einem Zweiknabenbilde gemalt, von dem die getönte Kreideskizze (Oval) im Schlosse Waldenburg erhalten ist, während das ausgeführte Ölgemälde bei dem Brande des Schlosses Waldenburg 1848 zugrunde ging. Die erste Kreideskizze ist als das Urbild der zahlreichen Zweiknabengruppen Vogels zu betrachten." (Schmidt 1931, S. 56-58, Abb. 5). Die noch in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden befindliche Ölfassung wird heute allgemein in die Jahre 1792-93 datiert (vgl. Neidhardt 1976, Abb. 195). Die Kupferstichsammlung der Veste Coburg besitzt eine weitere Fassung dieses Motivs, die in der Technik der Ausführung, in Größe und Gestalt des Ovalformats, sowie in den wesentlichen Einzelheiten der Komposition dem vorliegenden Blatt sehr ähnlich ist (AK Coburg 1970, Nr. 122, Abb. 101). Beide Fassungen sind mit der angeblichen Urversion auf Schloß Waldenburg kompositorisch, wenn auch weniger in der Physiognomie des im Licht sitzenden Knaben, eher vergleichbar als mit dem Bild in Dresden, das durch das fehlende Mustermotiv auf der Decke links vorne und vor allem durch die andere Haltung des linken Armes bei dem rechts sitzenden Knaben abweicht. Es wäre daher möglich, die Datierung des vorliegenden und des Coburger Blattes etwas vorzuverlegen.

 

zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 278, Nr. 944.

Catalogue raisonné
  • Gröning/Sternath 1997, 944
  • Provenance
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18584/zwei-kinder-mit-einem-bilderbuchImage Request
    Last edited10.11.2014