Drei Eichen im Mondschein
Heinrich Theodor Wehle
um 1800
Heinrich Theodor Wehle, der an der Dresdner Akademie Landschaftsmalerei studierte, wurde wegen seiner Begabung auf diesem Gebiet im Jahr 1799 als Zeichner an die »Chalkographische Gesellschaft zu Dessau« berufen, die durch die grafische Vervielfältigung bedeutender Kunstwerke diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Den Zeitgenossen galt Wehle wegen seiner stimmungsvollen klassischen Ideallandschaften als ein »Claude Lorrain der Landschaftskunst«.
Rahmenaußenmaß 84,3 × 102,3 × 2,9 cm
Nach AK Görlitz 1978, a.a.O., um 1800 entstanden. - Im Zeichenstil vergleichbar mit Wehles eigenhändigen Radierungen (Albertina-Exemplare: AAD, Bd. 122, Bl. 74-76; vgl. Nagler, Bd. 21, 1851, S. 216, Nr. 4: Die Gartenansichten). Im Kupferstichkabinett Dresden befindet sich eine noch etwas größere Zeichnung in schwarzer Kreide, "Eichbaum am Mühlbach", die durch ihr stichelartiges Strichbild sehr verwandt mit der vorliegenden erscheint (vgl. AK Görlitz 1978, Nr. 18; Abb. der Kopie von Ferd. Olivier bei Grote 1938, S. 28).
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 281, Nr. 955.
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