Bildnis Carl Philipp Fohr
Peter von Cornelius
1816-18
Fohr, der im Juni 1818 im Tiber tödlich verunglückte, war erst 1816 nach Rom gekommen, das Cornelius selbst im Herbst 1818 wieder verließ.
Verglichen mit den bei Geller 1952, Abb. 100-107 reproduzierten Bildniszeichnungen steht das Selbstporträt Fohrs von 1816 (Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, Inv. Nr. Z 271; vgl. AK Frankfurt 1968, Nr. 112, Taf. 1) der Darstellung von Cornelius vielleicht nicht nur oberflächlich in Bezug auf Bildausschnitt und Ansicht des Kopfes nahe. Am auffälligsten sind die abgeschnittenen Haare, während die anderen Porträts Fohr mit bis auf die Schultern reichenden Locken oder mit einem Bart wiedergeben.
Von Cornelius porträtiert zu werden bedeutete, ein engeres persönliches Verhältnis zu ihm zu haben. Ein solches Verhältnis könnte schon bald nach Fohrs Ankunft in Rom im November 1816 durch #J. A. Koch, in dessen Kreis sich Fohr bewegte, und der zugleich Cornelius besonders freundlich zugetan war, aufgebaut worden sein. Der Anlass, den Heidelberger zu porträtieren, könnte aber freilich auch durch diesen selbst gegeben worden sein, indem er das Thema des Bildnisses mit dem Entwurf der Darstellung der deutschen Künstlerkolonie in Rom im Café Greco (1817/18) anschlug und damit Cornelius zu einer bildlichen Antwort herausforderte.
Als eine spezifische Sinngebung ließe sich zuletzt an ein Erinnerungsbildnis durch den Tod Fohrs im Sommer 1818 denken.
Verglichen mit den bei Geller 1952, Abb. 100-107 reproduzierten Bildniszeichnungen steht das Selbstporträt Fohrs von 1816 (Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, Inv. Nr. Z 271; vgl. AK Frankfurt 1968, Nr. 112, Taf. 1) der Darstellung von Cornelius vielleicht nicht nur oberflächlich in Bezug auf Bildausschnitt und Ansicht des Kopfes nahe. Am auffälligsten sind die abgeschnittenen Haare, während die anderen Porträts Fohr mit bis auf die Schultern reichenden Locken oder mit einem Bart wiedergeben.
Von Cornelius porträtiert zu werden bedeutete, ein engeres persönliches Verhältnis zu ihm zu haben. Ein solches Verhältnis könnte schon bald nach Fohrs Ankunft in Rom im November 1816 durch #J. A. Koch, in dessen Kreis sich Fohr bewegte, und der zugleich Cornelius besonders freundlich zugetan war, aufgebaut worden sein. Der Anlass, den Heidelberger zu porträtieren, könnte aber freilich auch durch diesen selbst gegeben worden sein, indem er das Thema des Bildnisses mit dem Entwurf der Darstellung der deutschen Künstlerkolonie in Rom im Café Greco (1817/18) anschlug und damit Cornelius zu einer bildlichen Antwort herausforderte.
Als eine spezifische Sinngebung ließe sich zuletzt an ein Erinnerungsbildnis durch den Tod Fohrs im Sommer 1818 denken.
Künstler:in
Peter von Cornelius
(Düsseldorf 1783 - 1867 Berlin)
Date1816-18
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / Techniquesschwarze Kreide, auf grauem Papier
Dimensions290 x 220 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number24268
Inscribedl.u. "fohr. gez v Cornelius" (schwarze Kreide); r.u. "v Cornelius" (schwarzer Stift, radiert); "7" (Bleist.); "R. 6" (Bleist.); l.u. Kreuzchen (Bleist.)
Markingsr.u. Nachlass Peter Cornelius (L. 459a)
Bibliography
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/19383/bildnis-carl-philipp-fohrImage RequestLast edited01.12.2023