Entwurfzeichnung für eine Vignette
Sébastien Le Clerc (le Vieux)
um 1684
Zu der Herkunftsgeschichte der Zeichnungen Leclercs in der Albertina siehe den Eintrag bei Inv. 27708.
Zwei Zustände der Titelvignette zu dem in Paris 1684 erschienenen Buch von Abbé Pierre Cureau de La Chambre "Oraison funebre de Marie Terese d'Autriche, Infante d'Espagne, Reine de France et de Navarre" (Préaud 1504. 1) beruhen bis auf einige Abweichungen auf diesem Entwurf: Der Zusammenhang zwischen Zeichnung und Radierung läßt sich am ehesten durch das Medaillon der Königin Marie Terese von Österreich, Infantin von Spanien und Königin von Frankreich und Navarra und durch die darüber befindliche noch leere Banderole erkennen. Anstelle der zwei Engel auf Wolken, die das Porträt der Königin halten, erscheinen auf der Radierung ein Engel links und zwei geflügelte Putti rechts neben dem Medaillon. Obwohl sich im Klebeband der Hofbibliothek mit den Radierungen und Zeichnungen Leclercs aus der Sammlung Bandeville HB CLXVII.(1).1.fol. 102.Nr.4331 die Zeichnung nicht unmittelbar neben dem entsprechenden Stich befand, sondern, wie wir von den Maßen schließen, am unteren Ende der betreffenden Seite (die radierte Vignette ist am oberen Ende eingeklebt), folgen wir bezüglich der Provenienz des Blattes aus der Sammlung Bandeville dem Cahier, auch wenn dies von Jombert (187.1)nicht ausdrücklich vermerkt wurde.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 129, Nr. 759.
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