Zwei Wäscherinnen
Polidoro Caldara da Caravaggio
1525/26
Zur Provenienz Mariette: bei Basan 1775, Nr. 270 sind 18 Rötelzeichnungen auf acht Kartons verzeichnet; es wird angenommen, dass alle im folgenden unter "Basan 1775, Nr. 270 (?)" angeführten 17 Blätter (lnv. 362-369, Inv. 398-404, Inv. 424, Inv. 425), die zu zweit oder zu dritt alt montiert sind und von denen 15 das Mariette Sz tragen, in diesem Konvolut waren, insbesondere weil nach dem annotierten Exemplar der Albertina diese Nummer von Julien de Parme erworben wurde und zu Prince de Ligne kam, wo sie bei Bartsch 1794 und durch den verschlüsselten Ligne-Vermerk im Cahier identifizierbar sind.
Die gleiche Schrift wie auf Inv. 399, auf einer Zeichnung der Fondation Custodia in Paris (Inv. Nr. 2896; Byam Shaw 1983, Nr. 119) und auf einer "Beweinung" Polidoros bei Hazlitt, Gooden & Fox, Nov/Dez. 1991, Nr. 3; Byam Shaw ging davon aus, dass das Blatt in Paris aus dem Konvolut von 20 Blättern der Sammlung Crozat stammt (Mariette 1741, Nr. 163), das Roger de Piles aus Portugal brachte, und dass die Schrift diejenige des Kardinal di Santa Croce sein könnte. Wie Inv. 399 und die Skizzen im Musée Atger in Montpellier wohl nach der Natur gezeichnet und um 1525/26 datierbar; vgl. den Kommentar zu Inv. 399.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, I, Wien/Köln/Weimar 1992, S. 226, Nr. 400.
