Links ein Feldherr, aus seinem Zelt tretend, der einen Brief liest; rechts eine Gruppe sich abwendender Krieger
Antonio da Sangallo (der Ältere)
Zur Rückseite (Inv. 48v): die antike Laokoon-Gruppe wurde 1506 in Capocce bei Rom nahe der Kirche San Pietro in Vincoli in einem ehemaligen Wasserreservoir der Trajansthermen (erstes Jahrhundert n.Chr.) gefunden. Francesco Sangallo schrieb in einem Brief von 1567, sein Vater Giuliano da Sangallo sei als Architekt des Papstes gerufen worden, um nach der Statue zu sehen, die man gerade gefunden habe; er und Michelangelo, der eben im Hause war, ritten zu der Stelle des Fundes, und Sangallo identifizierte sofort die Statue als den Laokoon, den Plinius beschrieb. Papst Julius H. erwarb sie. Die Zeichnung scheint sich auf die Aufstellung der Laokoon-Gruppe zu beziehen. Zur Eingliederung ins Pio-Clementinische Museum: Clemens XIV. (1769-1774) ließ den Palazzetto deI Belvedere neu herrichten; die Cortile Ottagono war 1773 die Keimzelle des neuen Museums, vgl. die 24 Kupferstiche von Vinzenzo Feoli um 1790 und die Zeichnungen der Albertina (Inv. 17471 - Inv. 17490; Inv. 17472 mit dem Laokoon des Oktogons).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, I, Wien/Köln/Weimar 1992, S. 27, Inv. 48.
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