Francesco Sforza und seine Gemahlin Bianca Maria Visconti vom hl. Sigismund bzw. dem hl. Hieronymus der emporschwebenden Maria empfohlen, flankiert von den Hll. Daria und Crisanto
Giulio Campi
um 1540
Skizze für das "Julii Campi opus 1540" signierte und datierte Gemälde "Die Madonna in der Glorie mit den Stiftern Francesco Sforza und Bianca Maria Visconti" in S. Sigismondo in Cremona (Ferrari 1974, p. 50 Abb.; La Pittura in Italia 1987/88, p. 82, Taf. 113), das zur Erinnerung an die Trauung Francesco Sforzas mit Bianca Maria Visconti am 25. Oktober 1441, dem Tag der Heiligen Chrysanthus und Daria von Rom, gestiftet wurde. Das ausgeführte Gemälde weicht allerdings erheblich vom Entwurf ab. Der für die Zeichnung nach einer Medaille gefertigte, ursprünglich schlecht aufgesetzte Kopf des Francesco Sforza wurde durch eine Korrektur in richtiger Größe überklebt. Skizzen für den heiligen Chrysanthus in den Uffizien (lnv. Nr. 2116F), ein Skizzenblatt mit Figurenstudien im Kupferstichkabinett der Národni Galeri in Prag (lnv. Nr. K 31095) und in der Sammlung John Gere in London. Studien für die Madonna mit Kind im oberen Teil des Gemäldes im Victoria and Albert Museum in London (lnv. Nr. EA017-1919; Ward-Jackson 1979, Nr. 118) und in der École des Beaux-Arts in Paris (Tietze/Tietze-Conrat 1942, Fig. 1). Eine Studie für die schwebenden Engel im Mittelteil des Gemäldes wurde laut freundlicher Mitteilung von Chris Fischer in neuerer Zeit vom Statens Museum for Kunst in Kopenhagen (Lagerliste von M. Proute, Paris, Catalogue Gericault 1990, p. 5, Nr. 3) erworben.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, II, Wien/Köln/Weimar 1994, S. 827, Nr. 1557.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/24919/francesco-sforza-und-seine-gemahlin-bianca-maria-visconti-voImage Request